"Effizienzfabrik-Treff vor Ort" startete am 23. März in Chemnitz

Ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch vom VDMA Ost und Effizienzfabrik bildete den Auftakt für die Veranstaltungsreihe "Effizienzfabrik-Treff vor Ort" in den VDMA-Landesverbänden.

Wirtschaftliche Notwendigkeit oder ökologischer Mainstream? Dieser Frage gingen Ende März 2011 die circa 25 Teilnehmer des Erfahrungsaustausches „Ressourceneffiziente Produktionstechnik“ in Chemnitz nach. Sie diskutierten über die wirtschaftlichen Potenziale ressourceneffizienter Maschinen und Anlagen, lernten die Innovationsplattform Effizienzfabrik kennen und erhielten Einblick in die Produktion der gastgebenden Anchor Lamina GmbH sowie in das Institut für Strukturleichtbau der Technischen Universität Chemnitz.

 Drei Verbundprojekte, nämlich EFFICOAT (Effiziente Fertigungsprozessketten mit integrativen Beschichtungstechnologien), EnHiPro (Bewertung und Simulation von Ressourcen- und Energieeffizienz in Produktsystemen) und ENERWELD (Energieeffizienz bei thermischen Fügeverfahren), präsentierten erste Ergebnisse.

EF-Treff vor Ort bei Anchor Lamina, Chemnitz Mit dem EnHiPro-Simulationstool erhält der Nutzer auf anschauliche Art und Weise Optimierungsempfehlungen für seine Produktion. EFFICOAT führte seinen Demonstrator vor, mit dessen Hilfe neuartige Werkstoff- und Verfahrenskombinationen entwickelt werden. ENERWELD präsentierte die identifizierten Stellschrauben bei thermischen Fügeverfahren, die die Energieeffizienz dieses Prozess- schrittes erhöhen.

EF-Treff vor Ort bei Anchor Lamina, Chemnitz Die gastgebende Anchor Lamina GmbH ist selbst einer der EFFICOAT-Verbundprojektpartner.
Als Sonderfertiger für den Werkzeug- und Formenbau sowie für die Automobilindustrie muss das Unternehmen die zunehmend steigenden Ansprüche an die Effizienz und Wirtschaftlichkeit von Prozessen erfüllen, Bauteile in moderner Leichtbauweise fertigen und gleichzeitig ressourcenschonend arbeiten. „Wir arbeiten in dem Projekt mit, weil Kooperationen innovationsfördernd sind und uns weiterbringen“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Neubert. Neben der Entwicklung innovativer Technologien soll das Projekt zu Ressourceneinsparungen von bis zu 50 Prozent führen.

Bei einem abschließenden Rundgang durch die Fertigungshallen des Gastgebers sowie des Instituts für Strukturleichtbau in Chemnitz konnten die Teilnehmer die angeregten Fachdiskussionen fortsetzen.

EF-Treff vor Ort bei Anchor Lamina, Chemnitz

 
 
 
 
 
 
Bilder: Gemeinsamer Rundgang durch die Produktionsstätten der Anchor Lamina GmbH
Quelle: Anchor Lamina GmbH