Elektromobilität
STROM – Vorstellung der Forschungsprojekte ELANi, HI-LEVEL und HotPowCon

20.08.2014 Elektromobilität

Die Forschungsprojekte ELANi und HI-LEVEL stehen kurz vor Ihrem Abschluss und liefern Ergebnisse aus den Bereichen Antriebskomponenten und Steuerelektronik. HotPowCon war bereits im Frühjahr 2014 am Ziel und beschäftigte sich mit Kontaktierungsverfahren.

ELANi – Elektrischer Antrieb im Niedervolt-Bereich für Einspurfahrzeuge

Die Entwicklung und Erprobung der Antriebskomponenten eines rein elektrisch betriebenen Niedervolt-Einspurfahrzeugs ist der Schwerpunkt des Forschungsprojekts ELANi. Ziel ist, durch geringes Gewicht, gute Energieeffizienz, niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten für Kleinkrafräder einen idealen Umstieg in die Elektromobilität zu ermöglichen. Eine innovative Spannungsversorgung unter 60 Volt wird den Absicherungsbedarf und die Gesundheitsrisiken reduzieren und somit neue Sicherheitsstandards definieren. Um Kosten zu minimieren, wird im Motor auf den Einsatz von Permanentmagneten und deren Materialien verzichtet.

Laufzeit: 09/2011–08/2014

Projektpartner

  • BMW Forschung und Technik GmbH, München
  • Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  • Technische Universität München, München
  • Infineon Technologies AG, Neubiberg
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl EAM, Erlangen

HI-LEVEL – Hochstromleiterplatten als Integrationsplattform für Leistungselektronik von Elektrofahrzeugen

Viele Aufgaben in Elektromobilen werden von der Steuerelektronik übernommen, die aus elektronischen Bauteilen auf Leiterplatten besteht. Die Herausforderung im Projekt HI-LEVEL besteht darin, die Lebensdauer und Zuverlässigkeit dieser Steuerelektronik zu optimieren, obwohl oder gerade weil sie extrem schwierigen Bedingungen wie Vibrationen, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Dazu sollen die elektronischen Bauteile in die Leiterplatte integriert werden, anstatt sie darauf zu montieren. So sind besonders verbindungsfeste Kontakte sowie eine Reduzierung von Gewicht und Raum denkbar.

Laufzeit: 09/2011–08/2014

Projektpartner

  • Conti Temic microelectronic GmbH, Nürnberg
  • AMIC Angewandte Micro-Messtechnik GmbH, Berlin
  • Technische Universität Berlin, Berlin
  • Schweizer Electronic AG, Schramberg
  • RWTH Aachen University, Aachen
  • Daimler AG, Stuttgart
  • Infineon Technologies AG, München
  • W.C. Heraeus GmbH, Hanau

HotPowCon – Hot-Power-Connection

Im Projekt HotPowCon ging es um den Energieverbrauch durch Kühlungsmaßnahmen im Elektromotor. Die in den Leistungselektronik-Baugruppen bisher verwendete Aufbau- und Verbindungstechnik (AVT) griff teilweise auf umweltschädliche bleihaltige Lote zurück und war nicht für hohe Temperaturen ausgelegt. Die Entwicklung eines neuen Kontaktierungsverfahrens sollte es ermöglichen, Flächen- und Anschlusskontakte mit einer hohen Temperaturbeständigkeit bis zu 300 Grad Celsius herzustellen und somit den Kühlungsbedarf sowie den damit verbundenen Energieaufwand zu drosseln.

Laufzeit: 05/2011–04/2014

Projektpartner:

  • Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  • Siemens AG, Berlin
  • W.C. Heraeus GmbH, Hanau
  • Universität Rostock, Rostock
  • Fraunhofer IZM/ENAS, Berlin und Chemnitz
  • Chemnitzer Werkstoffmechanik GmbH, Chemnitz
  • SEHO Systems GmbH, Kreuzwertheim

Alexander Raßmann Projektleiter

Forschungskuratorium Maschinenbau e.V. im VDMA Lyoner Straße 18
60528 Frankfurt am Main
069 6603-1820 alexander.rassmann@vdma.org
Eine gemeinsame Initiative von Bundesministerium für Bildung und Forschung VDMA