Dr. Claudia Rainfurth
Projektleiterin
Forschungskuratorium Maschinenbau e.V. im VDMA
Lyoner Straße 18
60528 Frankfurt am Main
Tel.: 069 6603-1876
Fax: 069 6603-1673
claudia.rainfurth@vdma.org
Klimaschutz „made in Germany“ hat nicht nur mit erneuerbaren Energien zu tun. Auch innovative Produktionstechnologien können einen beachtlichen Beitrag dazu leisten. Nahezu 300 Teilnehmer kamen in den Berliner Ludwig Loewe Saal, einer ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik, um sich über spannende Forschungsprojekte rund um ressourceneffiziente Produktionstechnologien zu informieren. Die große Resonanz insbesondere aus dem industriellen Umfeld hat uns, das Team der Effizienzfabrik, überrascht. Offenbar überzeugt das Konzept der Effizienzfabrik: Eine Plattform für den Austausch in einem lebendigen Expertennetzwerk zu bieten.
Dazu boten sich im Loewe Saal sehr viele Möglichkeiten. „Kommt ins Gespräch“ war das Motto des Projektmarktplatzes, der mit griffigen Postern und anschaulichen Informationen großes Interesse für die 31 Verbundprojekte weckte. Mehr als 200 Partner aus Industrie und Wissenschaft sind an den Forschungsprojekten beteiligt. Die Projekte zeigen, dass in der Produktion Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent möglich sind. Alle 31 Verbundprojekte wurden auf der Auftaktveranstaltung in Form sogenannter Projekttalks vorgestellt – einem Gespräch zwischen Projektleiter und Moderator. So konnte ein kurzweiliger Bogen zwischen unterschiedlichsten Themen vom Aluminiumdruckguss bis zur zustandsabhängigen Prozessführung gespannt werden. Der bestens vorbereitete Moderator Klas Bömecke verhalf allen Verbundprojektleitern auf charmante Weise zu einem souveränen Bühnenauftritt und sorgte so dafür, dass sowohl die zahlreichen Produktionsexperten als auch die Interessierten aus der Politik einen guten Einstieg in den BMBF-Förderschwerpunkt „Ressourceneffizienz in der Produktion“ hatten.
Auf die politische Bedeutung der Forschungsförderung in diesem Zukunftsfeld verwies Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im BMBF. „Wir investieren mehr als 50 Millionen Euro in die Erforschung ressourceneffizienter Produktionstechnologien. Wir wollen damit auch Standortvorteile für deutsche Unternehmen sichern und Arbeitsplätze schaffen. Damit wollen wir gerade auch dem Mittelstand die notwendigen Impulse geben, damit dieses Thema in Zukunft noch stärker berücksichtigt wird.“ Der VDMA-Präsident Dr. Manfred Wittenstein unterstrich die Bedeutung der Branche für den Klimaschutz: „Die Technologien des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus haben schon jetzt knapp 30 Prozent zur Erreichung der gesamten Kyoto-Einsparverpflichtung Deutschlands beigetragen.“ Nach Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung blieben die meisten Teilnehmer noch, um ihre Diskussionen am Marktplatz fortzusetzen. Der beste Beweis dafür, dass die Effizienzfabrik den ersten wichtigen Schritt zu einem neuen Netzwerk der Ressourceneffizienzforschung erfolgreich gemeistert hat.